Dr. Daniela Sommer Die SPD-Landtagsabgeordnete Dr. Daniela Neuschäfer verweist auf die Zahlen des Statistischen Bundesamtes: In Deutschland verstarben 2012 14.551 Personen (10.922 Männer und 3.629 Frauen) an den Folgen eines übermäßigen Alkoholkonsums. Haupttodesursache waren alkoholische Lebererkrankungen (8.319 Fälle). Das bedeutet, dass fast viermal mehr Menschen durch die legale Droge Alkohol um Leben gekommen sind als durch einen Verkehrsunfall (insgesamt 3.827 Fälle). Diese Zahlen zeigen deutlich, dass es schon in jungen Jahren wichtig ist, vor den Gefahren von übermäßigem Alkoholkonsum zu warnen. Auch in der Repräsentativbefragung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zum Alkoholkonsum Jugendlicher und junger Erwachsener wurde darauf hingewiesen, dass 2012 deutschlandweit noch keine Trendwende beim Rauschtrinken eingetreten ist. Über 17 Prozent der Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren konsumieren mindestens einmal im Monat große Mengen Alkohol bei einer Gelegenheit, sogar 44 Prozent der 18- bis 25-Jährigen. Das regelmäßige und exzessive Trinkverhalten nimmt ab dem 16. Lebensjahr signifikant zu.
Dr. Daniela Neuschäfer spricht von „bedenklichen Zahlen“ und nennt als zentrale Aufgabe von Prävention, ein verantwortungsvolles Konsumverhalten durch kritische Kommunikation in den genannten Altersgruppen zu befördern. Sie begrüßt Präventionsprogramme wie „HaLT – Hart am Limit“, das vom Land Hessen um zwei Jahre bis Ende 2015 verlängert wurde und wie „Alkohol – Kenn Dein Limit“ (www.kenn-dein-limit.de) der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).
„Nicht selten folgen auf übermäßigem Alkoholkonsum Gewalttaten. Hemmungsabbau, Missverständnisse und Streit: Schwelende Konflikte eskalieren. Viele Jugendliche und junge Erwachsene unterschätzen die Wirkung und Folgen von Alkohol - vor allem wenn sie in Gruppen unterwegs sind“, konstatiert Neuschäfer. Sie verweist in diesem Zusammenhang noch einmal auf die Veranstaltung „Tag der Prävention“ der Stadtverordneten im Juli 2013 und ihre Studie zum Alkoholkonsum der Schülerinnen und Schüler in Frankenberg (Befragung während des „Tags der Prävention“).
Neuschäfer als heimische Landtagsabgeordnete und Kommunalpolitikerin ist davon überzeugt, dass der „Tag der Prävention“ ein gutes Mittel darstelle, bei jungen Menschen einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol anzustoßen. Sie freue sich sehr, wenn Bürgermeister Heß, der Präventionsrat und die kommunalen Entscheider dieses Jahr erneut für einen „Tag der Prävention“ begeistert werden könnten. Neuschäfer berichtet, dass bereits einige regionale Akteurinnen und Akteure an der Mitgestaltung interessiert seien und Aktionen ausrichten könnten.
Weitere Informationen zur Auswertung der Befragung am Frankenberger „Tag der Prävention“, können Interessierte direkt von der Landtagsabgeordneten erhalten (Tel. Wahlkreisbüro: 06451/9560 oder d.neuschaefer@ltg.hessen.de).