Die Rückkehr zur längeren Gymnasialzeit G9 sowie notwendige bauliche Veränderungen standen im Mittelpunkt eines Besuchs des SPD-Landtagskandidaten Dr. Christoph Weltecke an der Uplandschule Willingen. Schulleiter Norbert Volkwein und seine Stellvertreterin Ilse Klingenberg informierten Weltecke, den Schulpolitischen Sprecher der SPD Kreistagsfraktion Günther Schmitt, den Vorsitzenden der SPD Fraktion Karl-Wilhelm Schweinsberg sowie den Vorsitzenden der Gemeindevertretung Detlef Ückert über die Situation und spezielle Probleme der kooperativen Gesamtschule.
Die Entscheidung der Schule von der verkürzten Gymnasialzeit G8 zurück zu G9 zu kehren wurden von den Sozialdemokraten ausdrücklich begrüßt. Kinder brauchen Zeit zum Lernen! Auch habe der stressige G8 Alltag seine Spuren hinterlassen: Beispielsweise würden sich weniger Schülerinnen und Schüler neben der Schule noch engagieren, weil die Zeit fehle und der Schulstress auf alle Aspekte des Lebens negative Auswirkungen habe. Auch sei mit der Rückkehr zu G9 der Wechsel von der Realschule zum Gymnasium wieder etwas leichter. Für eine kooperative Gesamtschule ein nicht unerheblicher Fakt im Rahmen des übergreifenden Angebotes für alle Schülerinnen und Schüler.
Auch die Anforderungen der Eliteschule des Sports lassen sich mit G8 kaum sinnvoll verbinden. „Ein Turboabitur ist eine starke Belastung für Schülerinnen und Schüler und auch mit der Förderung des Spitzensports nicht unter einen Hut zu bringen“, unterstrich Weltecke. Das Prädikat der Eliteschule des Sports dürfe durch G8 nicht leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden, forderte Schulleiter Volkwein.
Weltecke kritisierte die Haltung der Landesregierung, der derzeitigen sechsten Klassen der Uplandschule keine längere Gymnasialzeit zu ermöglichen, obwohl dieses die Lehrpläne für die Mittelstufe problemlos ermöglichen würden. „Das ist völlig unverständlich und man tut den Kindern damit keinen Gefallen“, so der Landtagskandidat, der auch erinnert, dass sich die Eltern der betreffenden Schülerinnen und Schüler zu 100 Prozent für eine Rückkehr zu G9 ausgesprochen hätten. „Die Schulleitung hat mir versichert, dass dieser Beschluss freiwillig gefallen sei und nicht etwas auf Druck der Uplandschule, wie es teilweise von Kollegen anderer Parteien behauptet wurde“, so Weltecke.

Auch die bauliche Situation an der Schule wurde besprochen. Eine energetische Sanierung in Teilbereichen soll bald beginnen, diese seien aus Sicht der Schulleitung vor allem am Hauptschulgebäude notwendig, das im Jahr 1963 erbaut wurde. Dazu wünscht sich die Uplandschule ebenfalls mehr Platz: So würde zum Beispiel für die Schülerinnen und Schüler, die mit dem Bus zur Schule kommen, ein geeigneter Aufenthaltsraum fehlen. „Dafür und für die Sanierung der Gebäude wird sich die SPD in den Kreisgremien einsetzen“, versprach Weltecke, der zwischenzeitlich dem Schulleiter schon berichten konnte, dass im Kreishaushalt noch für das laufende Jahr Mittel für die Uplandschule bereitstehen.