
20 Monate Großbaustellen, rund 2700 Arbeitsstunden Eigenleistung und ein Budget von insgesamt knapp 1,9 Millionen Euro- so die gemeinsame Bilanz der Um- und Neubaumaßnahmen der Freiwilligen Feuerwehren Ottlar und Adorf.

20 Monate Großbaustellen, rund 2700 Arbeitsstunden Eigenleistung und ein Budget von insgesamt knapp 1,9 Millionen Euro- so die gemeinsame Bilanz der Um- und Neubaumaßnahmen der Freiwilligen Feuerwehren Ottlar und Adorf.
Vergangene Woche besuchte eine Delegation des SPD-Ortsvereins Diemelsee und der Fraktion in der Gemeindevertretung mit den Vorsitzenden Hannelore Behle und Martin Tepel an der Spitze die neuen Feuerwehrhäuser. Die Diemelseer Genossinnen und Genossen wurden dabei von dem Bundestagsabgeordneten Ullrich Meßmer und dem Landtagskandidat Dr. Christoph Weltecke begleitete.
Seit Juli 2012 laufen in Ottlar die Umbauarbeiten des neuen Feuerwehrhauses, die die Mitglieder fast ausschließlich in Eigenregie durchführen. „Mittlerweile haben wir rund 1100 Arbeitsstunden investiert, davon allein 150 Stunden für die Umzugshilfe.“, erklärte Wehrführer Martin Preising. Denn die ehemalige Gefrieranlage, in dessen Obergeschoss sich eine Wohnung befand, wurde komplett entkernt, neue Wände und Decken eingezogen. Nicht nur das große Engagement der Freiwilligen Feuerwehr zeichnet das neue Feuerwehrhaus aus, sondern auch der Einsatz der Gemeinde, die den Umbau auch mit finanziellen Mitteln unterstützt. Die Vergabe der Fördermittel seitens des Landes sei für alle Beteiligten nur schwer nachvollziehbar, so Preising. Auch die Sozialdemokraten Meßmer und Dr. Weltecke kritisierten die aktuellen Vergaberichtlinien des Landes, nach denen zwar ein Neubau gefördert werde, ein Umbau wie in Ottlar jedoch keine finanzielle Unterstützung erhalte. „Aus diesem Grund hat sich die Gemeinde entschieden, die notwendige Finanzierung für dieses wichtige Projekt selbst aufzubringen.“, stellte Hannelore Behle fest. Denn schließlich gehe es nicht nur darum, der Feuerwehr in zentraler Lage einen Einsatzstützpunkt zu bieten, sondern auch darum, einen Anlaufstelle für die Jugend und die Dorfgemeinschaft zu schaffen.
Dieser Gemeinschaftsgedanke liegt auch dem Neubau in Adorf zugrunde. Der 45 Meter lange Neubau bietet neben Platz für die 47 aktiven Mitglieder auch Übungsmöglichkeiten für den Spielmannszug sowie die Jugendwehr. „Es war uns besonders wichtig, neue Sozialräume zu schaffen“, sagte Wehrführer Markus Emde. Denn dadurch könne das Schulungsangebot der Adorfer Wehr ausgedehnt und auch die Übungsabende effizienter gestaltet werden. Das rund 1,7 Millionen teure Projekt richtet sich nach den neuesten Standards und ist in erster Linie praktisch konzipiert. Neben einer Absauganlage für Abgase in der Einsatzhalle sowie einer Waschstraße für die Fahrzeuge, verfügt die Halle auch über eine kleine Werkstatt und ausreichend Lagerfläche. Dass der im Frühjahr 2012 begonnene Neubau nun kurz vor der offiziellen Einweihung stehe, sei vor allem dem großen Einsatz aller Beteiligten zu bedanken, hob Bürgermeister Volker Becker hervor. Er betonte: „Die Feuerwehr hat unzählige Arbeiten in Eigenleistung durchgeführt, rund 2500 Arbeitsstunden wurden ehrenamtlich investiert. Das Ergebnis kann sich sehen lassen!“
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