Zukunftweisendes Altenpflegekonzept im Neubau umsetzen
Die Mitglieder der SPD-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung Bad Arolsen haben das Waldeckische Diakonissenhaus (WDS) besucht. Dabei stellten Vorsteher Oswald Beuthern und Heimleiter Christof Sailer den Sozialdemokraten die Neubaupläne für das Altenpflegeheim und das neue Konzept der Hausgemeinschaften vor.
Im Sommer 2016 soll es soweit sein; das neue Altenpflegeheim des WDS wird alten Menschen auf drei Etagen in 75 freundlich gestalteten Zimmern mit eigenem Sanitärbereich ein neues Zuhause bieten.
Entstehen wird das neue Gebäude im Anschluss an den Rundbau des Helenenheims. Der Altbau und das alte Pfarrhaus werden abgerissen, ebenso die nicht denkmalgeschützten Teile des Mutterhauses. Der Neubau wird über einen großen, begrünten Innenhof verfügen, um auch alten Menschen mit Orientierungsschwierigkeiten den Aufenthalt im Freien zu ermöglichen.
Neu wird auch das Konzept der Hausgemeinschaften sein. Christof Sailer erklärte, dass ca. 11 bis 13 Frauen und Männer räumlich zusammen werden und einen gemeinsamen Aufenthaltsbereich sowie und eine Küche und einen Essbereich nutzen können. Das Essen wird nicht mehr zentral zubereitet, sondern in der Hausgemeinschaft. Die Bewohnerinnen und Bewohner können beim Kochen entsprechend ihren Fähigkeiten eingebunden werden, bzw. das Geschehen miterleben.

Dieses Konzept wird auch dazu führen, dass Personal aus der Zentralküche in die Wohnbereiche versetzt werden wird. Da auch kürzere Wege für das Pflegepersonal eine Erleichterung sein werden, wird die Anwesenheit von Mitarbeitern des WDS bei den Menschen in den Wohnbereichen sprürbar höher sein.
Positiv bewerten die Sozialdemokraten die Landesförderung für das neue Pflegeheim. Das Land trägt damit der Tatsache Rechnung, dass das Waldeckische Diakonissenhaus zu einem nicht unerheblichen Teil die Grundversorgung in der Altenpflege in Nordwaldeck sicher stelle, sowohl bei der ambulanten Versorgung als auch bei der stationären Pflege.
Dabei muss die Stadt Bad Arolsen den Landeszuschuss in Form einer Bürgschaft absichern.
„Das bringt für die Stadt sicher ein gewisses Restrisiko mit sich,“ erklärte Fraktionsvorsitzender Eberhard Eckhardt „bei dem hohen sozialpolitische Stellenwert des Neubaus für die Stadt sind wir bereit dieses zu tragen.“
Überzeugt zeigten sich die SPD-Fraktionsmitglieder, dass die Verbindung von Neubau und dem Konzept der Hausgemeinschaften zu mehr Lebensqualität für alte Menschen führen wird und den jetzt schon hohen und engagierten Einsatz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter begünstigen werde.