SPD-Ortsverein Korbach besucht Familienzentrum

Veröffentlicht am 14.08.2013 in Ortsvereine

Dass das 1975 gegründete Lebenshilfe-Werk e.V. zu einen der wichtigsten Einrichtungen im Sozialen Bereich zählt, ist unumstritten. Dass der gemeinnützige Verein mit rund 550 Mitarbeitern  aber auch der drittgrößte Arbeitgeber im Landkreis Waldeck-Frankenberg ist, erfuhren die Sozialdemokraten beim Besuch im Korbacher Familienzentrum.

Dass das 1975 gegründete Lebenshilfe-Werk e.V. zu einen der wichtigsten Einrichtungen im Sozialen Bereich zählt, ist unumstritten. Dass der gemeinnützige Verein mit rund 550 Mitarbeitern  aber auch der drittgrößte Arbeitgeber im Landkreis Waldeck-Frankenberg ist, wissen nur die Wenigsten. Um sich umfassend über die Arbeit des Lebenshilfe-Werkes und dessen Bedeutung für die Region zu informieren, besuchte eine Delegation des SPD-Ortsvereins Korbach mit ihrem Vorsitzenden Achim van der Horst, dem stellvertretenden Vorsitzenden Henrik Ludwig und der Ersten Stadträtin Gudrun Limperg sowie Unterbezirksvorsitzenden Dr. Christoph Weltecke das Familienzentrum Korbach.
Die integrative Kindertagesstätte, welche vor vierzig Jahren als Sondereinrichtung gegründet wurde, betreut heute rund 100 Kinder. „Wir betreuen je 15 Kinder in sechs integrativen Gruppen, wobei jedes dritte Kind eine Behinderung hat“, erklärte Leiterin Cordula Göbel. Dass die Nachfrage durch den Rechtsanspruch auf einen  Betreuungsplatz für unter Dreijährige stetig zunimmt, mache sich auch bei der Lebenshilfe bemerkbar. Mit zehn Plätzen in der Krippengruppe, in der Kinder ab dem vollendeten neunten Lebensmonat betreut werden, könne man der Nachfrage nicht gerecht werden und  müsse Eltern auf eine Warteliste vertrösten.  Aber auch andere Regelungen des umstrittenen Kinderförderungsgesetzes (KiFöG), welches 2014 in Kraft tritt, erschwere die Arbeit der Einrichtung wie Geschäftsführer Dr. Wolfgang Werner feststellte. Im Gespräch mit den Sozialdemokraten wurden die Lücken im neuen Gesetzestext deutlich. „Wir vermissen konkrete Passagen zum Umgang mit Kindern mit Behinderung“, kritisierte Dr. Werner.
Jürgen Süß vom Betriebsrat ergänzte, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Alltag vor einer Vielzahl von Herausforderungen stünden. Denn der bürokratische Aufwand für das Fachpersonal nehme zu und inhaltliche Vorbereitungszeit sei nicht kalkuliert. „Wir haben einen Erziehungs- und Bildungsauftrag zu erfüllen, der sich durch die Ganztagsangebote immer weiter ausdehnt. Diesem ist es jedoch schwer gerecht zu werden, wenn die Personalsituation so angespannt bleibt wie momentan“. Zwar herrsche im Landkreis noch kein akuter Fachkräftemangel, die niedrige und zumeist untertarifliche Vergütung schrecke jedoch viele junge Menschen vor einer Ausbildung im Sozialen Bereich ab. Landtagskandidat Dr. Weltecke stimmte Süß zu: „Wir müssen dafür sorgen, dass anständige Arbeit auch anständig vergütet wird. Es darf nicht sein, dass Lohndumping die Qualität der Leistungen einschränkt“. Umso notwendiger sei es da, Einrichtungen wie das Lebenshilfe Werk zu unterstützen, welches trotz des starken Wettbewerbs die Tarifverträge einhalte und auf angemessene Arbeitsverhältnisse achte.  Dass sich diese Unternehmensphilosophie auszahlt, zeigt sich im Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter- auch über die regulären Arbeitszeiten hinaus. So erzählte Barbara Hoffmann, Vorsitzende des Elternbeirats, von gemeinsamen Aktionen nach Dienstschluss zu Gunsten des Kindergartens. „ Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Eltern und Großeltern ziehen hier alle am selben Strang und möchten gemeinsam etwas zum Wohle der Kinder bewegen. Es herrscht eine hervorragende Kooperation und Kommunikation zwischen der Leitung und den Eltern“, freute sie sich. Die Sozialdemokraten lobten den gemeinsamen Einsatz und Dr. Weltecke kündigte seine Unterstützung für die Arbeit des Lebenshilfe-Werkes e.V. an.

 

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