SPD Unterbezirksvorstand besichtigte Nationalparkzentrum

Veröffentlicht am 14.08.2012 in Landkreis

Unter dem neuen Vorsitzenden Dr. Christoph Weltecke (Korbach) wurde beim SPD Unterbezirksvorstand Waldeck-Frankenberg die Praxis eingeführt, die Sitzungen des Gremiums an wechselnden Orten im Landkreis stattfinden zu lassen und diese mit der Besichtigung eines wichtigen Projektes oder einer Einrichtung zu kombinieren. So war das Nationalparkzentrum bei Vöhl-Herzhausen kürzlich Tagungs- und Besichtigungsort des Gremiums.

Diplom-Geologe und Tourismusmanager Dr. Sven Bökenschmidt übernahm die Führung durch das Zentrum. Wie er berichten konnte, haben 2011 rund 40.000 Menschen das Informationszentrum besucht. Dies mache deutlich, wie sehr sich der Nationalpark insgesamt zur touristischen Attraktion entwickelt habe. Begeistert zeigten sich die Besucher von der technischen Infrastruktur des Nationalparkzentrums, die eine virtuelle Einstimmung in das Naturerlebnis ermöglicht. Auch die neu gestaltete Ausstellung fand große Resonanz.

Die Ausweisung als UNESCO Weltnaturerbe habe im Hinblick auf die Besucherzahlen noch einen zusätzlichen Impuls gebracht berichtete Bökenschmidt. Er erinnerte an die kontroversen und zum Teil heftigen Diskussionen, die vor der Ausweisung des Nationalparks geführt wurden. Eine große Zahl von Bürgerinnen und Bürgern habe sich damals gegen das Naturschutzgroßprojekt ausgesprochen, sei aber mittlerweile davon überzeugt, dass der Nationalpark gut und wichtig für die Region ist. Über die Anfänge des Nationalparks konnte auch der ehemalige Landrat Dr. Dr. Horst Bökemeier berichten, der mit seiner Frau Ulla ebenfalls an der Besichtigung teilnahm.

Betrübt zeigten sich die Genossen darüber, dass der Nationalpark Kellerwald Edersee der einzige in Deutschland ist, der nicht über einen Bahnanschluss zu erreichen ist. Bezüglich der Reaktivierung der Bahnstrecke Frankenberg – Korbach werde derzeit eine ähnliche Diskussion geführt wie seinerzeit über den Nationalpark, meinte Unterbezirksvorsitzender Dr. Christoph Weltecke. Er sprach sich daher im Namen der SPD Waldeck-Frankenberg für die Wiederinbetriebnahme aus. „Wir sind davon überzeugt, dass man der Bahnlinie eine Chance geben sollte, u.a. auch, weil dann der Nationalpark ans Schienennetz angeschlossen sein wird“. Aber auch der sonstige Personen- und Güterverkehr werde davon profitieren. Weltecke verwies darauf, dass das neue Logistikzentrum in Volkmarsen vor allem deshalb dort angesiedelt wurde, weil noch ein Gleisanschluss verfügbar war. Die SPD unterstütze deshalb mit ganzer Kraft die Bemühungen von Landrat Dr. Reinhard Kubat um die Reaktivierung des Streckenabschnitts und sei ihm dankbar dafür, dass er trotz teils massiven Gegenwindes unbeirrt für die Realisierung des Projektes arbeite.

 

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