Über 120 Jahre in der SPD!

Veröffentlicht am 03.03.2016 in Ortsvereine

Im Bild (von links nach rechts): Dr. Harald Schaaf, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Waldeck, Wilhelm und Hildegard Schönen, Dr. Christoph Weltecke, Vorsitzender der SPD Waldeck-Frankenberg

Außergewöhnliches und seltenes Doppel-Jubiläum

Waldeck.  Schon seit 70 Jahren ist Wilhelm Schönen aus Freienhagen Mitglied der SPD. Seine Frau Hildegard hält der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands auch bereits seit einem halben Jahrhundert die Treue. Dieses außergewöhnliche Doppel-Jubiläum nahm der SPD Ortsverein Waldeck zum Anlass, um eine Feierstunde für die beiden Jubilare auszurichten. Wilhelm Schönen berichtete den Anwesenden anlässlich seiner Ehrung über den Neustart der demokratischen Parteien nach dem Ende der Nazidiktatur.

Als ehemaliger Marinesoldat kam Schönen 1946 nach Oberhausen zurück und konnte dort Vorkriegskontakte zu Sozialdemokraten wieder auffrischen und so den Aufbau der SPD nach Kriegsende mit gestalten. In der Diktatur war es ihm aufgrund seiner Verbindungen zur Gewerkschaft zuvor verwehrt gewesen einen Berufsabschluss zu erreichen. Das konnte er jetzt nachholen und er arbeitete danach bis zu seiner Pensionierung in der Stadtverwaltung Oberhausens.

Schönen betonte in der Feierstunde, dass die Partei seinerzeit fest in den Grundwerten "Freiheit – Gerechtigkeit – Solidarität" verankert gewesen sei und auf diesem Fundament und mit breiter Verankerung in der Bevölkerung das Ruhrgebiet aufbauen half. Wichtig für Schönen, der als erstes Parteiamt zum Kassierer seines Ortsvereins berufen wurde, war immer die politische Bildung der Bevölkerung. So berichtete Schönen von unzähligen Verteilaktionen mit Informationsmaterial und Veranstaltungen bei denen man mit den Menschen über Politik diskutiert habe.

In Oberhausen heiratete Schönen auch seine Frau Hildegard die dann auch in die SPD eintrat. In ihrer Familie hat das Ehepaar Schönen die sozialdemokratischen Grundwerte gelebt und weitergeben. Die im vergangenen Jahr viel zu früh verstorbene Tochter der beiden, Vera Reuber, war nicht nur in der Partei sehr aktiv, sondern auch langjährige Stadtverordnetenvorsteherin in Waldeck und Mitarbeiterin der heimischen SPD Bundestagsabgeordneten Alfred Hartenbach und Ulrich Meßmer.

Nach dem Eintritt in den Ruhestand im Jahre 1982 kam das Ehepaar Schönen ins Waldecker Land. Auch hier stiegen sie im SPD-Ortsverein Freienhagen unmittelbar wieder in die Parteiarbeit ein. Den anwesenden Parteimitgliedern, unter anderem dem Unterbezirksvorsitzenden Dr. Christoph Welteke, gab Wilhelm Schönen abschließend mit auf dem Weg, dass die eindeutige Positionierung der SPD auf die soziale Frage und die zeitlosen Grundwerte der Partei unverzichtbar und auch die Grundlage des Erfolgs der Partei seien.

Für ihre lange Treue zur Partei zeichneten der Ortsvereinsvorsitzende Dr. Harald Schaaf und Unterbezirksvorsitzender Dr. Christoph Weltecke Wilhelm und Hildegard Schönen mit einer Urkunde aus. In seiner Laudatio würdigt Dr. Weltecke das sozialdemokratische Leben der Jubilare, dass allen Genossinnen und Genossen ein Vorbild sein sollte.

 

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