Erfolgreiche Dorferneuerung: Engagement in Kohlgrund zahlt sich aus

Veröffentlicht am 12.08.2013 in Ortsvereine

Gerade einmal 220 Einwohner zählt der Bad Arolser Ortsteil Kohlgrund. Kaum zu glauben, wenn man die bunte Vereinsstruktur und das vielfältige Gemeindeleben betrachtet. Ob im Schützenverein, beim Deutschen Roten Kreuz (DRK), der Feuerwehr oder im eigenen Förderverein, die Kohlgrunder sind sehr engagierte Bürger. Von diesem vielfältigen Einsatz der Menschen für ihren Ort konnten sich der SPD Ortsverein Helsen mit seinem Vorsitzenden Theo Brömmelhaus an der Spitze sowie dem Unterbezirksvorsitzenden Dr. Christoph Weltecke nun selbst überzeugen.

Gemeinsam mit Ortsvorsteher Heinrich Kaune und Mitgliedern des Ortsbeirates gewannen die Sozialdemokraten Einblicke in die Arbeit des Arbeitskreises Dorferneuerung und die baulichen Fortschritte in Kohlgrund.

Das Programm Dorferneuerung der Landesregierung, in welches der Ortsteil Kohlgrund 2009 aufgenommen wurde, soll es kleinen Gemeinden im ländlichen Raum ermöglichen,  unter anderem in Grünflächen, in Gebäudeumbauten und –sanierungen sowie in die Infrastruktur zu investieren. So auch in Kohlgrund, wo der Ortsvorsteher Kaune betonte: „Viele ehrenamtliche und freiwillige Helfer waren zur Stelle und haben gemeinsam an unserem Großprojekt Schützenhalle gearbeitet. Es ist schön zu sehen, wie stark das Wir-Gefühl unserer Gemeinde ist.“ In rund 2500 Arbeitsstunden haben die Kohlgrunder in Eigenleistung die Schützenhalle saniert und umgebaut, sodass diese mit dem Dorftreff und der Feuerwehr zu einem Gebäudekomplex verschmolz. Dabei stießen sie in den Jahren 2010 bis 2012 jedoch auch auf unerfreuliche Hindernisse. So ließ beispielsweise die aufgeblähte Bürokratie in Zusammenhang mit der Feinplanung die Arbeiten ins Stocken geraten. Unverständnis zeigten die Anwesenden über die Pläne der Landesregierung, bei zukünftigen Projekten der Dorferneuerung die Mindestförderhöhe zu verdreifachen und nur noch ganze Kommunen zu fördern.

Heute jedoch sind die Einwohner zufrieden mit dem Ergebnis, obgleich sie noch eine ganze Menge in ihrem Dorf bewegen wollen.  Ein neuer Spielplatz steht noch für dieses Jahr auf der Agenda. Auch wünschen sich die Kohlgrunder eine Sanierung des zunehmend verfallenden Gutshofes Eilhausen, jedoch reichen die Fördermittel nicht aus. Während des Besuches wurde deutlich, dass trotz der großartigen Neuerung im Dorf noch ein paar Wünsche für die Zukunft offen bleiben.  Für diese Anliegen interessierte sich der SPD-Spitzenkandidat Dr. Christoph Weltecke in besonderem Maße. „Ich möchte den Interessen unserer Region in Wiesbaden eine Stimme geben und mich dafür einsetzen, dass der ländliche Raum gestärkt wird“, sagte er.

Themen, die den Kohlgrundern besonders am Herzen liegen, sind die Energiewende sowie eine gesteigerte Transparenz. Die Energiewende würden die Kohlgrunder gern als Energiekommune mit Gemeinschaftsprojekten von Bürgerinnen und Bürgern unterstützen. Im Vergleich zu privaten Windkraftanlagen lasse sich so die Akzeptanz erhöhen. Ortsvorsteher Kaune forderte über dies eine bessere Information der Bürgerinnen und Bürger sowie eine Stärkung der Ortsbeiräte.

Zu den Themen der Zukunft gehöre auch der Ausbau des Internetbreitbandes, auf welchen man in Kohlgrund immer noch vergebens warte.  Am Ende ihres Besuches zogen die Sozialdemokraten Bilanz: „Der Ortsteil Kohlgrund lebt von einer sehr engagierten Dorfgemeinschaft, die bereits viel erreicht hat! Wir hoffen, diesen Einsatz zukünftig unterstützen zu dürfen!“

Das Bild zeigt Mitglieder des Ortsbeirats Kohlgrund und der SPD Helsen mit dem Unterbezirksvorsitzenden Dr. Christoph Weltecke (links).

 

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