Hervorragende Männer und Frauen geehrt

Veröffentlicht am 29.12.2006 in Landkreis

Im Rahmen eines festlichen Abendessens, von Hilmar Potente aus Münden schmackhaft hergerichtet, ehrte die Waldeck-Frankenberger SPD kurz vor Weihnachten eine Genossin und sechs Genossen für ihr jahrzehntelanges Wirken in der Kommunalpolitik und für die Partei.


Seine Laudatio stellte Unterbezirksvorsitzender Karl-Heinz Stadtler (Vöhl) unter ein Zitat des Propheten Jeremia (29,7): „Suchet der Stadt Bestes, … denn wenn’s ihr wohlgeht, so geht’s auch euch wohl.“ Gemäß der Aufforderung des ersten Teilsatzes hätten die zu Ehrenden Verantwortung für das Gemeinwesen und für ihre Mitmenschen übernommen. Bei der Suche nach der Stadt Bestem hätten sie immer das Ganze und die Zukunft im Blick gehabt. Als Gegenleistung für all ihr Wirken sei ihnen kein materieller Reichtum zuteil geworden, aber sie hätten sich die Achtung und Anerkennung ihrer Mitmenschen redlich verdient. Für ihr vorbildliches Handeln wurde ihnen der Ehrenbecher der SPD Waldeck-Frankenbergs verliehen.
An der Ehrung wirkten der Parlamentarische Staatssekretär und Bundestagsabgeordnete Alfred Hartenbach sowie die Landtagsabgeordneten Hannelore Eckhardt und Reinhard Kahl mit.

Geehrt wurden:
Erhard Battefeld (Ellershausen)Battefeld war 25 Jahre lang Stadtverordneter in Frankenau, davon bekleidete er sieben Jahre das Amt des Parlamentsvorsitzenden. Dem Ortsbeirat seines Heimatortes Ellershausen gehörte er 20 Jahre lang an; 12 Jahre diente er seinen Mitbürgerns als Ortsvorsteher. Seit fünf Jahren arbeitet er ehrenamtlich im Altenclub Ellershausen-Louisendorf mit. Erwähnt wurde auch die 40jährige Mitgliedschaft in der Gewerkschaft ver.di.

Helmut Kreh (Helsen)
Der heute 83jährige Helmut Kreh war sechs Jahre Stadtverordneter in Bad Arolsen und 16 Jahre lang Mitglied des Ortsbeirats Helsen. Darüber hinaus nahm er zwölf Jahre lang die Aufgaben des Kassierers im Ortsverein Helsen wahr. Fast seit 60 Jahren gehört er der Postgewerkschaft an und stellte sein soziales Engagement in seiner 34jährigen Personalratstätigkeit unter Beweis. Immerhin 12 Jahre war er Vorsitzender der Beschäftigtenvertretung. Seit ihrer Gründung gehört er der Arbeitsgemeinschaft 60 plus an.

Willi Göbel (Stormbruch)
Göbel war fünf Jahre lang Ortsvorsteher in seinem Heimatort Stormbruch; 14 Jahre diente er der Gemeinde Diemelsee als Gemeindevertreter und immerhin 16 Jahre lang gehörte er als Beigeordneter dem Gemeindevorstand Diemelsees an. Auch in seinem SPD-Ortsverein ist Willi Göbel seit vielen Jahren aktiv tätig.

Willi Kepper (Giflitz)
Der heute 77jährige Willi Kepper war 1970 Mitbegründer des SPD-Ortsvereins Giflitz, wurde zum Vorsitzenden gewählt und nahm die damit verbundenen Aufgaben 26 Jahre lang bis 1996 wahr. Vor der Gebietsreform war er vier Jahre lang Vorsitzender des Gemeinderats in Giflitz. 1972 wurde er für die Übergangszeit im Zusammenhang mit der Gebietsreform staatsbeauftragter Bürgermeister in Edertal. Danach amtierte er noch einmal 8 Jahr im Gemeindevorstand der neuen Gemeinde. Drei Legislaturperioden war er Ortsbeiratsmitglied, 10 Jahre Ortsgerichtsvorsteher und 12 Jahre lang Betriebsratsvorsitzender bei der Preußen-Elektra, ebenso Mitglied des Gesamtbetriebsrats des Konzerns.

Herbert Hilliger (Sachsenhausen)
Eigentlich ist Herbert Hilliger seit über zehn Jahren kein Sachsenhäuser mehr, aber dem Ortsverein des Waldecker Ortsteils ist er auch nach seinem Wegzug nach Naumburg treu geblieben. Seit 1993 nimmt er die Aufgaben des Kassierers wahr, und Mitglieder und Vorstand des Ortsvereins sind mit seiner Zuverlässigkeit sehr zufrieden. Vor seinem Wegzug hatte Hilliger einige Jahre lang auch dem Magistrat der Stadt Waldeck angehört.

Karl Schmitt
Schmitt gehörte 1970 zu den Gründern des SPD-Ortsvereins Hatzfeld. Bis 1974 gehörte er dem Vorstand an. Von 1964 bis 1972 – also noch vor der Gebietsreform – war er Stadtverordneter. Anschließend wurde er zum Stadtrat gewählt und blieb dies 21 Jahre lang bis 1993; die letzten acht Jahre war er als Erster Stadtrat Vertreter des Bürgermeisters. 30 Jahre lang war Schmitt darüber hinaus Mitglied des Ortsgerichts, und er nahm viele weitere ehrenamtliche Aufgaben wahr. Für seine Verdienste wurden ihm der Landesehrenbrief und das Bundesverdienstkreuz verliehen.

Ursula Rohdich
Frau Rohdich gehört der SPD seit 1968 an und wurde sofort Beisitzerin im Unterbezirksvorstand im Altkreis Frankenberg. Dort initiierte sie auch die Aktionsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen, für die sie – auf verschiedenen Organisationsebenen – bis in dieses Jahr hinein aktiv war. Von 1985 bis 1997 war sie Mitglied des Kreistags und des Finanzausschusses. Ursula Rohdich nahm viele weitere ehrenamtliche Aufgaben auf kommunaler Ebene und in der Partei wahr. Hervorzuheben ist ihr Engagement in Wahlkämpfen. Von 1981 bis 1994 war Rohdichs Haus Wahlkampfzentrale der SPD im ganzen Frankenberger Land, und Ursula Rohdich kümmerte sich an den entsprechenden Sonntagen ab vier Uhr morgens um die Verteilung der Wahlzeitungen.

 

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