Als der Unterbezirksvorstand der Sozialdemokraten vor Weihnachten verdiente Genossinnen und Genossen ehrte, lag Werner Wrage im Krankenhaus; da wollte auch seine Frau Inge lieber noch ein paar Tage warten.

Eine Veranstaltung des Vöhler SPD-Ortsvereins zum Jahresabschluss bot dann einen passenden Rahmen, die Ehrung nachzuholen.
Unterbezirksvorsitzender Karl-Heinz Stadtler würdigte das jahrzehntelange ehrenamtliche Engagement in kommunalen Gremien und in der Partei. Seit den 60er Jahren ist das Ehepaar politisch aktiv.
Inge Wrage kommt aus einer alten sozialdemokratischen Familie. Sie war Mitglied der Gemeindevertretung in Vöhl und ist auch heute noch eine der „guten Seelen“ und fleißigen Bienen im Ortsverein, die immer helfen, wenn es etwas zu tun gibt. Doch Inge Wrage zeigt und sagt auch in wichtigen gesellschaftspolitischen Fragen, wo sie steht. So unterstützte sie zum Beispiel den Förderkreis für die Vöhler Synagoge, indem sie kleine künstlerische Arbeiten zur Verfügung stellte, die für die Restaurierung des Gebäudes verkauft werden konnten.
Werner Wrage war bereits vor der Gebietsreform in der Gemeinde Asel als Beigeordneter aktiv. Dann war er Gemeindevertreter für die Großgemeinde Vöhl, wurde Kreistagsmitglied und war schließlich noch zwei Perioden lang Ortsvorsteher seines Heimatortes Asel. Im Vorstand des SPD-Ortsvereins Vöhl wirkte er jahrzehntelang in verschiedenen Funktionen mit, zuletzt als Seniorenbeauftragter.
Noch heute nehmen die Wrages sehr regelmäßig an SPD-Veranstaltungen teil. Ob es sich um Fahrten oder Versammlungen auf Ortsvereins- oder Unterbezirksebene handelt oder ob die Arbeitsgemeinschaft 60 plus eingeladen hat: Inge und Werner Wrage sind immer dabei, wenn es ihre Gesundheit zulässt.
Auch familiär ist ihr Engagement auf fruchtbaren Boden gefallen. Mehrere (inzwischen erwachsene) Kinder gehören der SPD an. Sohn Thorsten war bereits mehrere Jahre lang Vorsitzender des Vöhler Ortsvereins und Mitglied der Gemeindevertretung; gehört er dem Aseler Ortsbeirat an.
Auch Bundestagsabgeordneter Gerd Höfer und Landtagsabgeordneter Reinhard Kahl würdigten die Arbeit des Ehepaars Wrage. Kahl erinnerte an ihre segensreiche Arbeit als Herbergseltern in der Jugendherberge Hohe Fahrt. „Ihr beiden habt ganz wesentlich dazu beigetragen, dass aus dieser Herberge das wurde, was sie heute ist!“, betonte er. Werner Wrage bezeichnete er als „sozialdemokratisches Urgestein“ und dankte ihm für die zuverlässige und engagierte Mitarbeit in der Kreistagsfraktion. Im Falle von Inge Wrage hob er ihr langjähriges ehrenamtliches Wirken im Landfrauenverein hervor, wo sie vor allem im musischen Bereich – in der Musik und in der künstlerischen Gestaltung – aktiv ist.
Unter dem Beifall der anwesenden Genossinnen und Genossen nahmen sie den Ehrenbecher des SPD-Unterbezirks und die damit verbundenen Glückwünsche entgegen.