SPD Unterbezirksvorstand besucht Bioenergiepark Nordwaldeck

Veröffentlicht am 12.04.2012 in Landkreis

Im Rahmen einer Sitzung des SPD Unterbezirksvorstandes Waldeck-Frankenberg besuchten die Mitglieder des Gremiums sowie weitere interessierte Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten aus der Region den BioEnergiePark Nordwaldeck (BEP) auf dem Gelände der ehemaligen Prinz-Eugen-Kaserne in Mengeringhausen.

Geschäftsführerin Petra Gerhold informierte die Besucher über den aktuellen Stand der Einrichtung und zeigte ihnen die wichtigsten Anlagen, die dort in den letzten Jahren entstanden sind. Die BEP GmbH hatte die knapp 100 ha große Militärbrache 2006 mit dem Ziel erworben, dort einen Gewerbe- und Industriestandort zu etablieren, der vor allem im Bereich der regenerativen Energien richtungsweisende Arbeit leisten sollte. Die Übernahme des Geländes war mit der Verpflichtung zum Abbruch bestehender Gebäude verbunden. Wie die Geschäftsführerin berichtete, wurden rd. 40 Gebäude abgerissen, das entsprach etwa 135.000 Kubikmeter umbauten Raumes.

„Jetzt sind wir in der Lage, unbebaute Grundstücke vermarkten zu können“, so Petra Gerhold. Zwei Drittel des Geländes werde als Industriegebiet genutzt, was wegen der Entfernung zur nächsten Wohnbebauung Maschinenlaufzeiten rund um die Uhr ermögliche. Das restliche Drittel werde als Gewerbefläche angeboten und könne an interessierte Betriebe veräußert werden.

Mittlerweile sind auf dem ehemaligen Kasernengelände ein Holzheizkraftwerk, ein Pelletwerk und eine der modernsten Asphaltmischanlagen Europas entstanden. Außerhalb des eigentlichen Kasernenareals ist auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz ein Solarpark entstanden. Das Gelände ist zum Teil im Besitz der BEP GmbH, zum Teil gehört es der Waldeckischen Domanialverwaltung. Neben diesen großen Nutzern haben sich in den noch bestehenden Hallen Unternehmen aus den Bereichen Metallbau, Tiefbau, Energietechnik und Handel angesiedelt. Insgesamt sind bereits 60 Arbeitsplätze entstanden, Tendenz steigend. Bis zum Jahresende hofft man die Zahl 100 erreichen zu können.

Unterbezirksvorsitzender Dr. Christoph Weltecke (Korbach) bezeichnete die Nutzung des ehemaligen Kasernengeländes als gelungenes Beispiel für die Konversion eines Militär- zum Wirtschaftstandort. Die Sozialdemokraten sehen vor allem in der Nutzung regenerativer Energien eine zukunftsfähige Branche, da angesichts der angestrebten Energiewende ein leistungsfähiger und stabiler Mix erneuerbarer Energieträger benötigt wird. Nach Einschätzung der Kreis-SPD bieten sich hier auch Kooperationen an. „Die BEP GmbH hat großes Interesse am Forschungsprojekt der EWF zur Speicherung erzeugter Energie“, erklärte Weltecke. „Hier könnten die erforderlichen Flächen für eine Versuchsanlage in unmittelbarer Nähe zum Heizkraftwerk bereitgestellt werden“.

Auch der Stadt Bad Arolsen sprachen die Sozialdemokraten ein großes Lob aus. Sie habe sich intensiv um eine zukunftsweisende Konversion des Geländes bemüht und damit einen entscheidenden Beitrag zur Entwicklung der Region geleistet. Der Bioenergiepark passe sehr gut zur Zukunftsregion Waldeck-Frankenberg.


„Aus der Region. Aus Verantwortung“. Das Imageplakat eines auf dem ehemaligen Kasernengelände ansässigen Unternehmens beeindruckte die Sozialdemokraten so, dass sie sich zu einem Gruppenbild davor aufstellten. Ganz links BEP-Geschäftsführerin Petra Gerhold, 3.v.l. Unterbezirksvorsitzender Dr. Christoph Weltecke.

 

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