Daniela Neuschäfer Zu seiner ersten Sitzung im neuen Jahr traf sich der Vorstand des SPD-Unterbezirks Waldeck-Frankenberg in der Ederberglandhalle in Frankenberg. Wie der Unterbezirksvorsitzende Dr. Christoph Weltecke berichtete, bildete die Bürgermeisterwahl in Frankenberg am 26. Februar 2012 einen Thermenschwerpunkt innerhalb der Tagesordnung. Auch die SPD Bürgermeisterkandidatin Daniela Neuschäfer stellte sich bei dieser Gelegenheit vor.
Daniela Neuschäfer hat das Frankenberger Pilotprojekt „Familienfreundliche Stadt“, das vom Hessischen Sozialministerium gefördert wird, aufgebaut und über viele Jahre hinweg geleitet. Ihre Erfahrungen, die sie auch im Falle ihrer Wahl in das Bürgermeisteramt einbringen möchte, hatte sie in einem Vortrag mit dem Titel „Familienfreundliche Stadt als Leitbild der Stadtentwicklung“ zusammengefasst, der auf großes Interesse stieß.
Neuschäfer berichtete, dass 70 Prozent der jungen Erwachsenen in Frankenberg erklärt hätten, dass sie sich Kinder wünschen. Voraussetzung seien aber Rahmenbedingungen, die junge Paare mit Kindern unterstützten, etwa Betreuungsangebote sowie weitere Bausteine, die vor allem eine Vereinbarkeit von Familie und Beruf zuließen. Weitere Wünsche seien ein generell kinderfreundliches Umfeld sowie Verkehrssicherheit.
Frankenberg sei im Rahmen des Projektes mit dem Ziel angetreten, durch die Schaffung eines optimalen familienfreundlichen Umfeldes und der Sicherung von Lebensqualität „eine Stadt mit mehr Kindern“ zu werden. Günstigenfalls solle es sogar gelingen, den vom demografischen Wandel gesetzten Trend umzukehren. Dazu sei aber zunächst die Schaffung eines entsprechenden Bewusstseins bei allen Bürgerinnen und Bürgern notwendig. Man habe –mit großem Erfolg- durch zahlreiche Aktionen und Angebote schon Schritte in diese Richtung unternehmen können.
Im weiteren Verlauf des Vortrags stellte die SPD-Bürgermeisterkandidatin konkrete Projekte wie das Neugeborenen-Konto oder das Lesestartpaket vor. Als besonders innovativ und zukunftsweisend empfanden die Zuhörer das Familienbüro, die Kinderbetreuungsangebote während des Einkaufs sowie das Angebot so genannte „Ersatzomis“ für die Kinderbetreuung engagieren zu können. Dies nütze allen Altersgruppen und verbinde die Generationen miteinander.
Im Anschluss an den Vortrag fand eine rege Diskussion statt. Viele Teilnehmer äußerten ihr Erstaunen darüber, dass man –Kreativität und Engagement vorausgesetzt- viele Aktionen und Programme kostenlos oder zumindest ohne nennenswerten finanziellen Aufwand umsetzen zu kann. Die in Frankenberg gewonnenen Erfahrungen sollten angesichts ihres Modellcharakters unbedingt einer größeren Öffentlichkeit bekannt gemacht werden.

Die SPD Waldeck-Frankenberg steht geschlossen hinter der Frankenberg Bürgermeisterkandidatin Daniela Neuschäfer (vorne neben dem Unterbezirksvorsitzenden Dr. Christoph Weltecke)
„Alle, die Danielas Vortrag verfolgt haben, sind zu der Einsicht gelangt, dass Familienfreundlichkeit eine wesentliche Voraussetzung für die Zukunft des ländlichen Raums ist“, fasste Unterbezirksvorsitzender Christoph Weltecke seine Eindrücke zusammen. Mit den Managerqualitäten, dem Engagement und den Ideen, die Daniela Neuschäfer im Projekt „Familienfreundliche Stadt“ erworben habe, stelle sie eine Persönlichkeit dar, die als erste Bürgermeisterin in Waldeck-Frankenberg der ehemaligen Kreisstadt Frankenberg neue Perspektiven und Zukunftschancen eröffnen könne.