Als einen Skandal erster Güte empfindet der Unterbezirksvorstand der SPD die Brüskierung von Bürgermeister Peter Brandenburg durch 10 Mitglieder der Waldecker Stadtverordnetenversammlung.
„Jemand, der auf 50 Jahre beruflicher Tätigkeit, auf 40 aktivste Jahre zum Wohle der Stadt Waldeck und auf eine 24jährige verdienstvolle und zukunftsweisende Arbeit als Bürgermeister zurück blicken kann, hat ein Anrecht auf Respekt und Dankbarkeit“, stellt Unterbezirksvorsitzender Karl-Heinz Stadtler fest, und er verurteilt schärfstens, dass 10 Stadtverordnete Peter Brandenburg die Ernennung zum Ehrenbürgermeister verweigert haben.
„Wer das getan hat, hat nicht das Wohl der Stadt im Sinn, sondern pflegt persönliche Eitelkeiten“, ergänzt Björn Frank (Höringhausen), der als Schriftführer dem Unterbezirksvorstand angehört, und der stellvertretende SPD-Unterbezirksvorsitzende Uwe Liedtke (Höringhausen), der auch Mitglied der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Waldeck ist, schließt sich im vollen Umfang der Forderung der Waldeck-Frankenberger SPD an jene 10 Stadtverordnete an, sofort ihr Mandat zurückzugeben.
„Peter Brandenburg ist von den Bürgern seiner Stadt immer wieder mit großer Mehrheit zum Bürgermeister gewählt worden. Jene Entscheidung der zehn Oberbedenkenträger ist eine Beleidigung für jede Wählerin und jeden Wähler, die sich je für diesen Mann ausgesprochen und in ihm einen hervorragenden Sachwalter ihrer Arbeit gesehen haben“, meint Liedtke.
„Jene zehn Personen hätten sich vorher darüber klar sein können und klar sein müssen, dass jene auch menschlich furchtbare Entscheidung nicht wieder gut zu machen ist“, meint Vorstandsmitglied Christoph Weltecke (Korbach), und Stadtler fährt fort: „Da hilft keine Entschuldigung, da hilft keine Erklärung, da könnten ja noch ‚Leichen im Keller’ sein. All das, was jetzt noch an Schmutz hervorgezaubert wird, fällt auf die zurück, die ihn werfen, denn sie brauchen ihn nun zur Rechtfertigung ihres Handelns.“ Er sei entsetzt gewesen, als er durch die Berichterstattung in den Zeitungen hiervon erfahren habe. So dürfe jemand, der sich für seine Kommune aufgeopfert habe, nicht behandelt werden.
Als Bürger der Nachbargemeinde Vöhl habe er durchaus verfolgen können, wie sich die Stadt Waldeck dank der Energie, der Professionalität und der Standhaftigkeit von Bürgermeister Peter Brandenburg entwickelt habe. Seine persönliche Solidarität und die Solidarität aller Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten gelte in diesen Tagen Peter Brandenburg.
Hannelore Eckhardt (Bad Arolsen), wie Liedtke und Weltecke stellvertretende Unterbezirksvorsitzende, drückt der SPD-Fraktion der Stadt Waldeck ihren Respekt aus: „Ihr habt richtig gehandelt, als ihr den Antrag auf die Zuerkennung der Ehrenbürgermeisterwürde gestellt habt. Nach so langer verdienstvoller Tätigkeit war dies eine Selbstverständlichkeit. Und wir alle haben volles Verständnis dafür, dass ihr der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung nicht weiter beiwohnen konntet, nachdem Peter Brandenburg, der vier Jahrzehnte lang sozialdemokratischer Frontmann in der Stadt Waldeck und 24 Jahre lang erster Bürger der Stadt gewesen war, solcher Schimpf angetan wurde. Es treibt einem die Tränen in die Augen, wenn man nur daran denkt, was da geschehen ist.“
Uwe Liedtke und Björn Frank ergänzen: „Was diese Stadtverordnetenversammlung unserem Bürgermeister Peter Brandenburg angetan hat, muss wieder gut gemacht werden. Das kann nicht mit denen geschehen, die der Stadt Waldeck solche Schande bereitet haben. Nur wenn diese Personen dem Parlament nicht mehr angehören, kann der Schaden zwar nicht repariert, aber wenigstens begrenzt werden.“