SPD Waldeck – Frankenberg diskutiert mit designiertem Landesvorsitzenden
„Zuhören, was die Mitglieder der SPD mir zu sagen haben.“ Mit diesem Anspruch besucht der designierte Vorsitzende der Hessischen SPD, Thorsten Schäfer-Gümbel, derzeit die Unterbezirke der SPD in Hessen. Am Mittwoch war Schäfer-Gümbel, der zugleich auch Fraktionsvorsitzender der SPD Landtagsfraktion ist, zu Gast bei den Genossen in Waldeck-Frankenberg.
Neben den Mitgliedern des Unterbezirksvorstandes konnte der Unterbezirksvorsitzende Karl-Heinz Stadtler (Vöhl) rund 50 weitere Mitglieder der Partei, aber auch interessierte Bürgerinnen und Bürger zum Meinungsaustausch in Bad Wildungen begrüßen. In einem kurzen Eingangsstatement analysierte Schäfer-Gümbel zunächst die Ergebnisse der Landtagswahl im Januar. Besonders schwer wiege der Vertrauensverlust, den die SPD in der Bevölkerung habe hinnehmen müssen, stellte der Fraktionsvorsitzende klar.
Ausgehend von dieser Analyse lenkte Schäfer-Gümbel dann aber den Blick nach vorn. Ziel seiner Arbeit sei es, die SPD als linke Volkspartei wieder zu einen und zu stärken. Die Begriffe Glaubwürdigkeit und Transparenz werden dabei im Fokus der Arbeit, sowohl der Landtagsfraktion, als auch des Landesvorstandes stehen. In diesem Zusammenhang erläuterte Schäfer-Gümbel sein Personalkonzept für die Zusammensetzung des neuen Landesvorstandes.
Im Anschluss an das Eingangsstatement stellte sich der designierte Vorsitzende den Fragen und Anregungen der Waldeck - Frankenberger Genossen. Es entwickelte sich eine breite Diskussion, bei der sowohl über strukturelle Fragen der Partei als auch über ganz konkrete Politikfelder diskutiert wurde. So wurden unter anderem die Weiterentwicklung der Agenda 2010 und eine gesellschaftliche Gerechtigkeitsdebatte eingefordert.
Einig waren sich die Teilnehmer darin, dass die Partei von unten nach oben gestärkt werden müsse. Denn nur eine starke Kommunalpartei könne auch eine starke Landespartei sein. Für die programmatische Arbeit stellte Schäfer-Gümbel das Modell des „Hessengipfels“ vor. Hierbei soll ein Forum geschaffen werden, um die politischen Ideen der Zukunft zu entwickeln. Der Fraktionsvorsitzende lud alle Mitglieder ein, sich an dieser programmatischen Diskussion zu beteiligen.
Nach einer interessanten Diskussion dankte der Unterbezirksvorsitzende Karl-Heinz Stadtler dem Gast abschließend für seine Arbeit und gab ihm für den Parteitag am Samstag die besten Wünsche des Unterbezirkes mit auf den Weg. Zugleich sprach er eine erneute Einladung für weitere Diskussionen in Waldeck - Frankenberg aus. „Wir bleiben im Gespräch.“, versprach Thorsten Schäfer-Gümbel.