Unterbezirksvorstand tagt in Waldeck-Sachsenhausen

Veröffentlicht am 26.10.2012 in Landkreis

Den Waldecker Stadtteil Sachsenhausen hatte der SPD-Unterbezirksvorstand Waldeck-Frankenberg als Tagungsort für seine jüngste Sitzung ausgewählt. Dafür gab es zwei gute Gründe. Der Bürgermeisterkandidat der SPD für Waldeck, Marko Haselböck, konnte sich dem Gremium vorstellen und seine Ideen und Konzepte für die künftige Entwicklung der Stadt erläutern. Außerdem hatten die Vorstandsmitglieder die Möglichkeit, sich vor Ort über eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte der Stadt zu informieren, den Neubau des DRK Seniorenzentrums in Sachsenhausen.

Besuch des Seniorenzentrums

Am Seniorenzentrum wurden die Genossen um den Unterbezirksvorsitzenden Dr. Christoph Weltecke (Korbach) vom Geschäftsführer des DRK Kreisverbandes Frankenberg Christian Peter, empfangen, der das Projekt vorstellte. Peter berichtete, dass dem Bau eine lange Planungsphase vorangegangen sei. Erste Gespräche wurden bereits 2004 geführt, doch seien anfangs negative Signale vom Hessischen Sozialministerium gekommen, das eine Überversorgung der Region mit Alten- und Pflegeheimplätzen befürchtete. In dieser Situation habe sich die damalige SPD Landtagsabgeordnete Hannelore Eckardt (Bad Arolsen) in Wiesbaden intensiv für eine Realisierung des Vorhabens eingesetzt und damit erheblich zur Beseitigung der Widerstände beigetragen.

Großer Bedarf an Heimplätzen

„Auch wenn statistisch gesehen ein Überangebot an Alten- und Pflegeheimplätzen in Waldeck-Frankenberg existieren sollte, so ist die Verteilung regional sehr unterschiedlich“, stellte Christoph Weltecke fest. „Es gibt Bereiche, in denen das Angebot sehr konzentriert ist, dafür fehlt es woanders gänzlich“. Auch alte Menschen hätten einen Anspruch darauf, ihren Lebensabend in der Nähe ihrer Heimatgemeinden verbringen zu dürfen; alte Bäume sollte man nicht mehr verpflanzen. Außerdem ging die übereinstimmende Meinung der Mitglieder des Unterbezirksvorstandes dahin, dass der tatsächliche Bedarf angesichts des demografischen Wandels und der damit verbundenen Veränderung in der Altersstruktur der Bevölkerung in Zukunft deutlich höher sein werde als bislang prognostiziert.

Einweihung in 2013 - 60 neue stationäre Plätze

60 vollstationäre Plätze sollen in Sachsenhausen entstehen, außerdem wird es Einrichtungen für betreutes Wohnen und spezielle Angebote für Demenzkranke geben. Überdies sollen Kurzzeitpflegeplätze vorgehalten werden, die von Feriengästen für betreuungs- oder pflegebedürftige Angehörige gebucht werden können. Die Einweihung ist für das Frühjahr 2013 vorgesehen. Das Seniorenzentrum wird rund 50 qualifizierte Arbeitsplätze in Pflege, Verwaltung und Küche bringen, außerdem bleibt die Wertschöpfung vor Ort, denn beim Einkauf sollen vor allem örtliche Anbieter (Bäcker, Metzger usw.) zum Zuge kommen. Dies wurde von den Mitgliedern des Unterbezirksvorstandes ausdrücklich begrüßt, ebenso wie die Tatsache, dass bei der Errichtung des Seniorenzentrums viele Lose an heimische Unternehmen vergeben werden konnten. „Das Projekt ist ein echtes Infrastrukturprogramm für Waldeck und insbesondere den Stadtteil Sachsenhausen“, fasste Christoph Weltecke die Ergebnisse der Besichtigung zusammen. Überzeugend fanden die Besucher auch die Architektur des Gebäudes, die zwar funktionell sei, sich andererseits aber harmonisch in die Landschaft einpasse.

Gespräch mit Marko Haselböck, Bürgermeister-Kandidat für Waldeck

In der anschließenden Sitzung des Unterbezirksvorstandes stellte Bürgermeister-Kandidat Marko Haselböck sein Wahlprogramm vor. Viel Lob erntete er für seinen engagierten Wahlkampf, für den er schon seit Monaten in der Region präsent ist. Viele Menschen kennen ihn bereits und wissen seine Kompetenz zu schätzen. „Marko ist es gelungen, sich sehr schnell in die lokalen Themenschwerpunkte einzuarbeiten und den Menschen überzeugende Lösungsansätze zu präsentieren“, zeigte sich auch der Unterbezirksvorsitzende überzeugt. Marko Haselböck gehe mit sehr guten Chancen in die Wahl am 28. Oktober und man sei auch seitens der Kreis-SPD außerst zuversichtlich, dass er die sozialdemokratische Tradition im Waldecker Rathaus wieder fortsetzen könne.

 

Homepage SPD Waldeck-Frankenberg