Bürger sollen ihre Meinung sagen

Veröffentlicht am 17.12.2006 in Landkreis

Der Kreistag Waldeck-Frankenbergs hat sich nicht – wie von der SPD beantragt – dafür ausgesprochen, dass das Kreiskrankenhaus in Frankenberg in kommunaler Trägerschaft bleibt. Der Unterbezirksvorstand der SPD ruft deshalb die Bevölkerung auf, sich nun per Unterschrift zu erklären. Jedes Mitglied des Unterbezirksvorstands und jedes Kreistagsmitglied der SPD hat Unterschriftenlisten, bei denen Bürger unter Angaben von Name und Adresse erklären können, dass sie dafür sind, das das Frankenberger Krankenhaus Kreiseigentum bleibt und nicht privatisiert wird.

Die SPD Waldeck-Frankenbergs – sowohl der Unterbezirksvorstand als auch die Kreistagsfraktion – sind entschieden der Auffassung, dass die Gesundheit der Menschen ein so hohes Gut ist, dass man es nicht ausschließlich privaten Krankenhäusern anvertrauen kann. Der Staat – und in diesem Fall wird der Staat durch den Landkreis repräsentiert – ist in erster Linie zuständig dafür, dass die Bürgerinnen und Bürger im Falle von Krankheit bestmöglich versorgt werden. Und dazu gehört die Forderung, dass der Landkreis das Kreiskrankenhaus weiter betreiben muss. „Es gibt Güter, die man nicht allein privater Verantwortung überlassen kann. Dazu gehört die Bildung, die Sicherheit vor Verbrechen, der Schutz der Natur, und dazu gehört auch die Gesundheit“, meint Unterbezirksvorsitzender Karl-Heinz Stadtler.

An diesem Samstag (16.12.), am nächsten Freitag (22.12.) und am Silvester-Wochenende werden Vertreter der SPD auch in der Frankenberger Fußgängerzone Unterschriften für das Krankenhaus in kommunaler Trägerschaft sammeln. Alle Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, zu unterschreiben und dadurch die eigene Position deutlich zu machen.

 

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