Millionen Bürgerinnen und Bürger arbeiten in unserem Land für Armutslöhne. Aus diesem Grund setzt sich die SPD für gesetzliche Mindestlöhne ein. Am vergangenen Samstag luden die Sozialdemokraten die Korbacher Bevölkerung ein, sich in der Fußgängerzone zu informieren und Unterstützerlisten für den Mindestlohn zu unterzeichnen.
Trotz des schlechten Wetters nutzen viele Korbacher Bürger diese Möglichkeit. Ganz gleich ob Contiarbeiter, Angestellter, Beamter oder Rentner, alle Unterzeichner waren sich darin einig, dass Schluss damit sein muss, dass immer mehr Menschen auf zusätzliches Arbeitslosengeld II angewiesen sind, obwohl sie Vollzeit arbeiten.
Erstunterzeichner des Aufrufes waren der SPD Unterbezirksvorsitzende Karl Heinz Stadtler, die beiden Landtagskandidaten Hannelore Eckhardt und Reinhard Kahl sowie deren Ersatzbewerber Christoph Weltecke und Walter Mombrei. Zuletzt hatte die SPD in Berlin gegen den Widerstand von CDU/CSU einen Mindestlohn für Briefzusteller durchgesetzt. „Wer arbeitet muss dafür auch gerecht und angemessen bezahlt werden.“, forderte daher der Unterbezirksvorsitzende Karl Heinz Stadtler die Ausweitung des Mindestlohns auch auf andere Branchen. Mindestlöhne seien ein Gebot der ökonomischen Vernunft, da sie die Grundlage für einen gerechten Wettbewerb schafften, erinnerte der Landtagsabgeordnete Reinhard Kahl.
Durch Armutslöhne werde zudem auch der Steuerzahler belastet, da Löhne, die nicht zur Finanzierung des Existenzminimums reichten, letztlich durch staatliches Arbeitslosengeld II aufgestockt werden müssten, ergänzte seine Landtagskollegin Hannelore Eckhardt. Für interessierte Bürgerinnen und Bürger besteht in den kommenden Wochen bei den SPD Ortsvereinen und in der Geschäftsstelle in der Briloner Landstraße in Korbach die Möglichkeit mit ihrer Unterschrift ihre Solidarität für Mindestlöhne zu dokumentieren.